Motorradspiegel Pflicht: Was die StVZO wirklich vorschreibt
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Einleitung: Motorradspiegel sind sicherheitsrelevante Bauteile
Beim Umbau eines Motorrads werden häufig die originalen Spiegel gegen kleinere Zubehörspiegel oder Lenkerendenspiegel ersetzt.
Dabei geht es nicht nur um die Optik. Ein Motorradspiegel muss bestimmte Anforderungen erfüllen, damit der Fahrer den Verkehr hinter dem Motorrad sicher beobachten kann.
Die Anforderungen an Rückspiegel sind in Deutschland unter anderem in der StVZO §56 geregelt.
1. Befestigung: Der Spiegel muss sicher angebracht sein
Gemäß § 56 der StVZO müssen Rückspiegel sicher befestigt sein.
In der Praxis bedeutet das: Der Spiegel sollte während der Nutzung stabil bleiben und seine eingestellte Position nicht unbeabsichtigt verändern.
Nach der Montage solltest du folgende Punkte prüfen:
• Nach der Einstellung bleibt der Spiegel in der gewünschten Position.
• Der Spiegel bewegt sich nicht durch normale Vibrationen während der Fahrt.
• Die Befestigung zwischen Spiegel, Adapter und Fahrzeug bleibt stabil.
Wenn folgende Probleme auftreten:
• Der Spiegel verändert während der Fahrt seine Position.
• Der Spiegelarm bewegt sich leicht.
• Der Spiegel muss regelmäßig neu eingestellt werden.
Dann sollte die Befestigung erneut überprüft werden.
2.Sichtfeld: Der Spiegel muss eine ausreichende Sicht nach hinten ermöglichen
Nach StVZO §56 müssen Rückspiegel so beschaffen sein, dass der Fahrer den rückwärtigen Verkehr ausreichend beobachten kann.
In der Praxis bedeutet das: Nach der Montage muss der Fahrer in normaler Sitzposition den rückwärtigen Verkehr erkennen können.
Nach der Montage solltest du folgende Punkte prüfen:
• Setze dich in deine normale Fahrposition.
• Halte deine normale Sitz- und Fahrhaltung ein.
• Prüfe, ob die Straße und Fahrzeuge hinter dir klar sichtbar sind.
Wichtig:
Die Größe des Spiegels allein entscheidet nicht darüber, ob die Sicht ausreichend ist.
Zum Beispiel:
• Ein kleiner Spiegel kann ausreichend sein, wenn er richtig positioniert und eingestellt ist.
• Ein großer Spiegel bietet nicht automatisch eine bessere Sicht, wenn er falsch montiert ist oder durch Arme bzw. Fahrzeugteile verdeckt wird.
3. E-Prüfzeichen: Eine wichtige Voraussetzung für zugelassene Motorradspiegel
Motorradspiegel sind sicherheitsrelevante Fahrzeugteile. Für zugelassene Spiegel ist eine entsprechende Genehmigung erforderlich.
Viele geprüfte Motorradspiegel verfügen deshalb über ein E-Prüfzeichen.
Das E-Prüfzeichen zeigt, dass der Spiegel nach den europäischen Genehmigungsanforderungen geprüft wurde.
Beim Kauf oder Umbau sollte darauf geachtet werden:
• Das E-Prüfzeichen ist vorhanden und gut sichtbar.
• Die Kennzeichnung gehört zum Spiegel und ist dauerhaft angebracht.
👉 UNECE Regulation No.81
4.Lenkerendenspiegel: Sind diese Spiegel erlaubt?
Lenkerendenspiegel unterscheiden sich von klassischen Spiegeln durch ihre Montageposition am Lenkerende.
Ein Lenkerendenspiegel ist daher nicht automatisch ungeeignet, nur weil er anders montiert wird.
Wichtig ist, dass der Spiegel nach der Montage weiterhin eine ausreichende Sicht ermöglicht und sicher befestigt bleibt.
Wenn Sie einen vorschriftsmäßigen und sicher montierten Rückspiegel oder einen am Lenker montierten Rückspiegel benötigen, besuchen Sie gerne evermotor.
Fazit: Nicht die Optik allein entscheidet
Ein Motorradspiegel muss nicht zwingend wie das Original aussehen.
Entscheidend sind:
• ausreichende Sicht nach hinten.
• sichere Befestigung.
• entsprechende Zulassung.
Auch kleinere oder anders montierte Spiegel können geeignet sein, wenn diese Anforderungen erfüllt werden.
Hinweis zu aktuellen Vorschriften:
Die gesetzlichen Anforderungen können sich durch neue Regelungen ändern.
Vor einer Umrüstung sollte deshalb immer geprüft werden, welche Anforderungen aktuell gelten.