M6, M8 oder M10? So findest du den passenden Adapter für Lenkerendenspiegel

M6, M8 oder M10? So findest du den passenden Adapter für Lenkerendenspiegel

Beim Kauf von Lenkerendenspiegeln tauchen häufig Angaben wie M6, M8 oder M10 auf. Diese Zahlen beschreiben weder die Größe des Spiegelglases noch den Außendurchmesser des Lenkers. Sie geben an, welches Gewinde für die Befestigung verwendet wird.
 
Die wichtigste Regel lautet: Besitzt das Lenkerende ein Innengewinde, muss der Adapter zu diesem Gewinde passen. Ist der Lenker innen hohl und besitzt kein Gewinde, wird stattdessen normalerweise eine passende Expansionshülse benötigt.


 


1.Was bedeuten M6, M8 und M10?

Das „M“ steht für ein metrisches Gewinde. Die Zahl bezeichnet den Nenndurchmesser des Gewindes: M6 entspricht ungefähr 6 mm, M8 ungefähr 8 mm und M10 ungefähr 10 mm. Die Grundlagen dieser metrischen Gewindebezeichnungen sind unter anderem in ISO 261 und ISO 724 festgelegt.
 
Ein größerer Wert bedeutet nicht, dass der Spiegel stabiler oder besser ist. Entscheidend ist ausschließlich, ob Schraube, Adapter und vorhandenes Innengewinde zusammenpassen. Auch ein 22-mm-Lenker ist nicht automatisch mit einem M8- oder M10-Gewinde ausgestattet, denn die 22 mm beziehen sich auf den Außendurchmesser des Lenkers.


 


2. So misst du die passende Gewindegröße

Entferne zunächst das originale Lenkergewicht oder die Lenkerendkappe. Ist dort eine Schraube vorhanden, kannst du deren Gewinde mit einem Messschieber messen. Gemessen wird der Außendurchmesser des Gewindes, nicht der Schraubenkopf.

Liegt das Messergebnis ungefähr bei 6, 8 oder 10 mm, handelt es sich in der Regel um M6, M8 oder M10. Eine nicht passende Schraube sollte niemals mit Kraft eingedreht werden, da dadurch das Innengewinde beschädigt werden kann.

Bei M10 sollte zusätzlich auf die vollständige Angabe geachtet werden, beispielsweise M10 × 1,25. Der zweite Wert beschreibt die Gewindesteigung. Zwei Schrauben können daher beide als M10 bezeichnet sein und trotzdem nicht in dasselbe Gewinde passen.


 


3.Was tun, wenn der Lenker kein Innengewinde hat?

Ist nach dem Entfernen der Lenkerendkappe nur ein hohles Rohr zu sehen, sind M6, M8 oder M10 zunächst nicht das entscheidende Maß. In diesem Fall muss der Innendurchmesser des Lenkers gemessen und eine dazu passende Expansionshülse gewählt werden.

Beim Festziehen der Schraube wird die Hülse im Lenker aufgeweitet und dadurch fixiert. Universelle Systeme werden deshalb häufig nach einem Bereich des Lenkerinnendurchmessers angeboten.

Besitzt das Motorrad eine spezielle Aufnahme, einen Handschutz oder ein besonderes Lenkergewicht, kann ein fahrzeugspezifischer Adapter erforderlich sein. In diesem Fall reicht die Gewindegröße allein nicht für die Auswahl aus.


  

 

4.Vor der Fahrt kurz kontrollieren

Nach der Montage sollte geprüft werden, ob Spiegel und Adapter fest sitzen. Auf der Gasgriffseite muss außerdem ein kleiner Abstand zwischen Spiegelaufnahme und Gasgriff erhalten bleiben, damit sich der Gasgriff frei bewegen und selbstständig zurückdrehen kann.
 
Schlage den Lenker anschließend vollständig nach links und rechts ein. Spiegel, Halter und Schrauben dürfen dabei weder Tank noch Verkleidung berühren. Nach einer kurzen Probefahrt sollten alle Befestigungsschrauben erneut kontrolliert werden.
 
Bei Evermotor findest du beispielsweise Rückspiegel für die Lenkerbefestigung mit M6-Gewinde sowie Rückspiegel für die Lenkerbefestigung mit M8-Gewinde und unterschiedlichen Lenkerinnendurchmessern. Entscheidend ist, die Aufnahme am eigenen Motorrad vor dem Kauf zu messen und anschließend die passende Ausführung auszuwählen.

 

 

 

Fazit

Hat das Lenkerende ein Innengewinde, wird dessen Größe gemessen und ein passender M6-, M8- oder M10-Adapter gewählt. Bei einem hohlen Lenker ohne Gewinde ist dagegen der Lenkerinnendurchmesser entscheidend. Wer diese beiden Strukturen unterscheiden kann, vermeidet die häufigsten Fehler bei der Auswahl von Lenkerendenspiegeln.

 

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